Nach dreieinhalb Jahren der Bau der neuen 10er-Gondelbahn «FlemX» abgeschlossen. Die Bahn, bestehend aus fünf Sektionen, basiert auf der weltweit einzigartigen «Rope-Taxi»-Technologie. Sie ermöglicht nicht nur eine direkte Erschliessung des UNESCO-Welterbes Sardona oberhalb von Flims, sondern macht auch das Gebiet rund um Cassons wieder per Bergbahn zugänglich.

Das Grossprojekt wurde von der Gemeinde Flims und der Weissen Arena Gruppe mit Unterstützung durch den Kanton Graubünden finanziert. Das Investitionsvolumen betrug CHF 80 Mio. Die Bahn wird vollautomatisch und bedarfsabhängig betrieben. Die dafür genutzte Ropetaxi-Technologie wurde spezifisch von der Weissen Arena Gruppe und der Firma Bartholet Maschinenbau AG für dieses Projekt entwickelt.
Das Fahren auf der Strecke erfolgt wie bei allen Gondelbahnen unverändert am Seil. In der Station jedoch bewegen sich die Kabinen dank eines eigenen Elektroantriebes autonom auf Laufschienen. Sind keine Gondeln besetzt, sind diese auch nicht auf der Strecke. Dank der innovativen Technik gelingt ein Einsteigen in die stehende Kabine mit Gepäck oder Sportgeräten ohne Hektik und absolut barrierefrei. Zudem wird ein reduzierter Energieverbrauch von bis zu 50% erwartet.
Die Bahn umfasst sechs Stationen und 108 Gondeln. Jede Gondel bietet Platz f¨ür zehn Personen, respektive fünf Personen, wenn diese ein Mountainbike mit sich führen. Die Bahn erreicht eine Förderleistung von 1’800 Personen pro Stunde.
Seit Dezember 2023 sind die ersten beiden Sektionen (Flims–Foppa und Foppa–Startgels) in Betrieb. Im Dezember 2024 folgte die Eröffnung der zwei weiteren Sektionen Startgels–Segnes und Segnes–Nagens Sura. Die finale Sektion Segnes–Ils Cugns (Cassons) wurde im Dezember 2025 eröffnet.
Timeline
Gesamteröffnung des FlemX
Die Eröffnung der fünften und letzten Sektion (Segnes – Ils Cugns) und somit die Gesamteröffnung des FlemX erfolgte am 20. Dezember 2025. In nur 24 Minuten gelangen Gäste mit der neuen Gondelbahn von Flims auf 1’100 Metern nach ils Cugns auf 2’500 Metern. Seit über zehn Jahren ist das Gebiet um Cassons nun wieder per Bergbahn erreichbar.
Die Bahn wird zudem umbenannt. Der neue Name «FlemX» soll dem einmaligen Naturerlebnis Rechnung tragen. Das X steht für «Experience» und unterstreicht den Anspruch, jeden Aufenthalt am Berg zu einem besonderen Erlebnis zu machen.
Bautagebuch Episode 8
In der letzten Episode der FlemXpress Bautagebücher berichtet Alicia Martinez von der Projektleitung des FlemXpress über die letzten Bauetappen der innovativen Seilbahn. Nach über drei Jahren Bauzeit und zahlreichen logistischen und baulichen Herausforderungen im hochalpinen Gelände steht nun die Inbetriebnahme der letzten Station am Cassons bevor. Marianne Diebold erklärt die umweltschonende Integration der Stationen, während Jan Megert die technischen Arbeiten beschreibt, die zur Fertigstellung und Integration des Systems auf der Elektronischen Seite erforderlich waren. Die Gäste dürfen sich nun auf eine beeindruckende Aussicht auf Flims, die Tschingelhörner und die beiden Segnesböden freuen.
Abschluss der letzten Bauarbeiten und technische Inbetriebnahme Sektion 5
Bei der 5. Sektion vom FlemXpress laufen derzeit die letzten Inbetriebnahmen. Die Abnahmen durch das Bundesamt für Verkehr (BAV) stehen bevor. Die Betriebsbewilligung wird für Ende November 2025 erwartet.
Im Herbst 2025 startet die technische Inbetriebnahme der neuen Station durch SISAG. Während dieser Phase ist kein Ausstieg bei der Station Segnes möglich. Nach Ende der Sommersaison, wird ab 20. Oktober 2025 der gesamte FlemXpress für finale Tests geschlossen.
Stützenfüge und Seilzug Sektion 5
Die Stützen für die Strecke Segnes – Ils Cugns (Cassons) werden im Juni und Juli geflogen und installiert. Der Seilzug beginnt am 18. August 2025. Währenddessen bleiben die Sektion Startgels – Segnes und Segnes – Nagens Sura für ein Wochenende geschlossen. Die Sektionen Flims – Foppa sowie Foppa – Startgels leiben in Betrieb. Weiter wird der Kommandoraum, der Schutzraum für Gäste sowie die Podeste auf der Station Ils Cugns im Sommer 2025 fertiggestellt.
Errichtung der Station ils Cugns (Cassons)
Mit der Errichtung der Station auf Ils Cugns (Cassons) wird der Startschuss für den Bau der letzten Sektion des FlemXpress gegeben. Die Station befindet sich auf 2’500 Meter über Meer und wird im Winter 2025/26 in Betrieb genommen.
Erfolgreiche Abnahme der Sektionen 3 + 4 und Erteilung der Betriebsbewilligung durch das BAV
Am Freitag, 20. Dezember 2024 startet der reguläre Bahnbetrieb des FlemXpress inklusive dessen zwei neuen Sektionen. Diese wurden erfolgreich vom Bundesamt für Verkehr (BAV) abgenommen und die Betriebsbewilligung wurde ausgestellt. Bereits ab Freitag, 13. bis Donnerstag, 19. Dezember 2024 besteht die Möglichkeit, die neuen Sektionen von Startgels bis Segnes und weiter bis Nagens Sura zu testen und im Anschluss ihr Feedback über ihre Fahrt abzugeben.
Redimensionierung der Station Ils Cugns (Cassons)
Das Bauprojekt der geplanten Station Ils Cugns des FlemXpress wird redimensioniert. Dabei handelt es sich um eine Vereinfachung inklusive massiver Volumenreduktion des Gebäudes der Bergstation. Die Linienführung der Bahn und der Standort der Station bleiben wie geplant bestehen. Auch der Bahnbetrieb durch das Ropetaxi-System bleibt unverändert. Die Projektvereinfachung hat nebst Reduktionen des Gebäudevolumens und der Gebäudefläche auch Reduktionen des anzuliefernden Materials, des Betonbedarfs sowie des Aushubs/der Schüttung zur Folge. Ein positiver Effekt dieser Reduktionen ist beispielsweise der deutlich geringere Eingriff in die Landschaft. Aus diesem Grund unterstützen auch die Umweltorganisationen Stiftung für Landschaftsschutz, WWF Graubünden und Pro Natura Graubünden die Projektoptimierung.
Die Station wird neu aus einem leichten Stahlbau, im Erscheinungsbild der Stationen Flims und Foppa, bestehen. Dieser optisch unauffällige Bau passt sich gut ins Landschaftsbild ein. Durch die Redimensionierung der Station werden zudem weniger Ressourcen benötigt und die effektive Bauzeit verkürzt sich, dies sind Gründe für den Entscheid der Cassons AG. Für die baulichen Anpassungen mit der Projektänderung bedarf es ein neues Baubewilligungsgesuch. Vorgesehen ist, nach Erhalt der Baubewilligung, bereits im September/Oktober 2024 mit den Betonarbeiten zu starten.
Stützen der Sektionen 3 und 4 werden installiert
Die Stützen der Sektionen 3 und 4 des FlemXpress werden auf spektakuläre Art und Weise montiert. Ab der Wintersaison 2024/25 sind die Sektionen 3 und 4 für Gäste nutzbar. Gleichzeitig werden Stützen der alten Grauberg Luftseilbahn demontiert. Währenddessen befindet sich auch die Station Segnes im Bau.
Inbetriebnahme der ersten beiden Sektionen Flims–Foppa und Foppa–Startgels
Nach einer dreijährigen Entwicklungsphase, gefolgt von intensiven Testläufen während zwei Monaten, nimmt die neue 10er-Gondelbahn FlemXpress am Samstag, 23. Dezember 2023, mit der Eröffnung der beiden Sektionen Flims–Foppa und Foppa–Startgels ihren Betrieb auf.
Bautagebuch – Episode 7: Seil Technologie
In der siebten Episode des Bautagebuchs steht das Bahnseil des FlemXpress im Mittelpunkt. Dabei handelt es sich um ein Performa-Seil, das von der Firma Fatzer in Romanshorn gefertigt wird. Dieses Seil überzeugt durch nahezu vibrationsfreien Lauf, geringe Geräuschentwicklung und Energieeinsparung – Eigenschaften, die den hohen Ansprüchen gerecht werden, wie Curdin Caprez, Leiter Projekte Bergbahnen/Infrastruktur bei der Weissen Arena Gruppe, betont. Matthias Stacher, Technical Sales Director bei Fatzer, erklärt die Funktionsweise des Performa-Seils. Ausserdem bietet die Episode einen spannenden Einblick in die komplexe und anspruchsvolle Arbeit des Seilspleissens.
Bautagebuch – Episode 6: Ressourcen
Im Verlauf der Bauprojektentwicklung wurde schnell klar, dass die anspruchsvolle Logistik und die Auswahl der Baumaterialien im Segnes-Gebiet entscheidend für die Minimierung grauer Energie sind. In der sechsten Episode des Bautagebuchs erläutert Mario Matter, Gesamtplaner CWZ, wie durch die Betonproduktion vor Ort zahlreiche Ressourcen aus dem Aushub wiederverwendet und gleichzeitig die bestehende Infrastruktur der Graubergbahn für die Logistik genutzt wird. Förster Vincenzo Galati von Flims Trin Forst ergänzt, wie mit Holz ein weiterer regionaler Baustoff nachhaltig zum Einsatz kommt.
Bauarbeiten in Startgels, Segnes und Nagens Sura
Sobald es die Schneeverhältnisse zulassen, werden die Bauarbeiten an den Baustellen in Startgels und Segnes wieder aufgenommen. In Startgels ist der Rohbau soweit vorangeschritten, dass im Sommer das Rope-Taxi (Bahntechnik) eingebaut wird. Auch in Nagens Sura erfolgen die ersten Arbeiten für die Station. Bis Ende 2023 werden die beiden Sektionen Flims–Foppa und Foppa–Startgels inklusive Stationen fertiggestellt.
Bautagebuch – Episode 5: Geschichte & Wiederverwendung
Im Jahr 1945 bauten die Flimser gemeinsam mit der Firma VonRoll den weltweit ersten kuppelbaren Sessellift – eine Pionierleistung, die rund 75 Jahre später endet, um Platz für eine neue Innovation zu schaffen. Mit dem ersten Rope-Taxi-System der Welt realisiert die Firma Bartholet in Flims nun eine Technologie, die autonomes Fahren bei Seilbahnen ermöglicht. In der fünften Episode des Bautagebuchs erinnern sich Gion Caprez, Bürgerpräsident von Flims, an die letzte Fahrt mit dem Sessellift und blickt zugleich gespannt auf die neue Bahn und die Erschliessung des oberen Segnesbodens. Curdin Caprez, Leiter Bergbahnen und Infrastruktur der Weissen Arena Gruppe, ist stolz darauf, diese neue Ära und eine weitere Weltneuheit in Flims mitzugestalten.
Letzte Fahrt und Rückbau der Sesselbahnen Flims–Foppa–Naraus
Die Sesselbahn von Flims Dorf nach Foppa wurde 1945 von den damaligen Bergbahnen Flims gebaut. Es handelte sich dabei um die weltweit erste kuppelbare Sesselbahn. Im Jahr 1947 wurde die Bahn durch eine zweite Sektion bis nach Naraus erweitert. 1986 und 1989 wurden die Bahnen erneuert. Mit dem Bauprojekt „FlemXpress“ wird auf der Linie Flims–Foppa nun wiederum ein Pionierprojekt realisiert und dadurch die Innovationsgeschichte der Sesselbahnen weitergeschrieben.
Am 26. März 2023 laufen die Sesselbahnen von Flims bis Foppa und weiter nach Naraus ein letztes Mal. Mit einem Fest für Einheimische, Zweitheimische, Gäste und Mitarbeitende werden die beliebten Bahnen gebührend verabschiedet, bevor die beiden Sesselbahnen rückgebaut werden. Einzig die Betonplatten an den Stationen Flims und Foppa bleiben bestehen. Auf ihnen entstehen im Sommer 2023 die neuen Stationen des FlemXpress. Das Gebiet rund um Naraus wird nicht mehr per Bahn erschlossen.
Bautagebuch – Episode 4: Umwelt
Nach 15 Jahren Planung wird der FlemXpress nun als Ropetaxi-System realisiert – eine Variante, die nicht von Beginn an feststand. Die enge und konstruktive Zusammenarbeit mit Umweltschutzorganisationen ermöglichte es, eine Lösung zu finden, die sowohl den Interessen aller Beteiligten als auch der Landschaft und dem Wildlebensraum gerecht wird. In Episode 4 diskutieren Reto Gurtner, Raimund Rodewald und Martin Hug diese Kooperation und erläutern, wie es gelungen ist, am Berg eine Form von «nicht Architektur» zu schaffen.
Bautagebuch – Episode 3: Das Projekt
In der dritten Episode sprechen Claudio Deplazes, Projektleiter Cassons 23, Claudio Casutt, Gesamtplaner CWZ und Marcel Caminada, Architekt Caminada Architekten über die grössten Herausforderungen im Projekt und wie diese gemeistert werden.
Bauarbeiten in Startgels und Segnes
Ab Sommer 2022 wird der Rohbau der Mittelstation in Startgels erstellt. In Segnes wird die Baugrubensicherung realisiert und erste Aushubarbeiten werden vorgenommen. Auf der Strecke zwischen Foppa und Startgels werden im Herbst die Stützen gestellt. Aufgrund der milden Temperaturen schreiten die Bauarbeiten an den beiden Stationen gut voran.
Spatenstich FlemXpress an der Talstation Flims
Nach einer langen Zeit der Variantendiskussionen und Abstimmungen erfolgt an der Talstation in Flims der symbolische Spatenstich des FlemXpress. Anwesend waren Markus Wolf, CEO der Weissen Arena Gruppe, Martin Hug, Gemeindepräsident Flims, Gabriel Derungs, CEO der Erni AG Bauunternehmung, Claudio Casutt, Planer/Ingenieur der CWZ Bauingenieure und Planer AG sowie Claudio Deplazes, Projektleiter der Cassons AG.

Bautagebuch – Episode 2: Die Technik
Was macht den Flem Xpress so einzigartig? In der zweiten Episode des Film-Bautagebuchs steht das Thema Technik im Fokus. Die eingesetzte Lösung wurde speziell von der Weissen Arena Gruppe in Zusammenarbeit mit der Bartholet AG für dieses Projekt entwickelt. Die Bahn fährt wie herkömmliche Gondelbahnen am Seil, doch in den Stationen bewegen sich die Kabinen autonom auf Laufschienen – angetrieben von einem eigenen Elektromotor. Unbesetzte Kabinen verbleiben in den Stationen und sind nicht auf der Strecke unterwegs. Dieses bedarfsabhängige System ermöglicht ein komfortables, barrierefreies Einsteigen in stehende Kabinen – auch mit Gepäck oder Sportgeräten – ganz ohne Zeitdruck.
Bautagebuch – Episode 1: Die Vision
Das zukunftsweisende Tourismusprojekt «FlemXpress» wird in Form eines Film-Bautagebuchs dokumentiert. Die erste Episode mit dem Titel «Die Vision» ist nun veröffentlicht und zeigt Gespräche mit Martin Hug, Gemeindepräsident von Flims, Roland Bartholet, CEO des Seilbahnherstellers Bartholet, sowie Reto Gurtner, Verwaltungsratspräsident der Weissen Arena Gruppe.
Ausgelöst durch die Corona-Pandemie und den damit verbundenen Wertewandel stellte die Weisse Arena Gruppe ihre geplanten Grossprojekte – darunter die Cassons-Erschliessung – kritisch auf den Prüfstand. In zahlreichen Videokonferenzen und Planungssitzungen hinterfragten Gurtner, Bartholet und Hug die bisherigen Konzepte und entwickelten neue Ansätze, um den veränderten Bedürfnissen von Gästen und Gesellschaft gerecht zu werden.
Details
Abgeschlossen
Winter 2023/24: Sektionen 1 und 2 (Flims–Foppa–Startgels)
Winter 2024/25: Sektionen 3 und 4 (Startgels–Segnes, Segnes–Nagens Sura)
Winter 2025/26: Sektion 5 (Segnes–Ils Cugns)
Bartholet Maschinenbau AG (Bahn/System „Ropetaxi“)
SISAG AG (Steuerung / Inbetriebnahmen)
Weisse Arena Gruppe + Gemeinde Flims (Auftraggeber/Trägerschaft)
- Neue Gondelbahn mit 6 Stationen zum Ein- und Ausstieg und 108 Kabinen
- Personenkapazität pro Kabine: 10 Personen/ Sitzplätze
- Personenkapazität pro Kabine inkl. Bikes: 5 Personen/ Bikes
- Transportkapazität pro Stunde: bis zu 1’800 Personen
- Maximale Geschwindigkeit: 6 Meter pro Sekunde
- Bis zu 50% geringerer Energieverbrauch wird erwartet
- Direkte Bahnerschliessung des UNESCO-Weltnaturerbes Tektonikarena Sardona Weltneuheit „Ropetaxi“ System





