Konzernzahlen im Detail
Die Tabelle zeigt die Kennzahlen der Weisse Arena Gruppe über fünf Geschäftsjahre.
Das Jahr 2025/26 lässt sich nicht direkt mit den Vorjahren vergleichen: Mit dem Verkauf der Infrastruktur am Berg und deren Rückpacht verschiebt sich der Aufwand von den Abschreibungen zum Pachtzins. Das Geschäft selbst verlief stabil – Nettoumsatz und Ersteintritte auf Vorjahresniveau, das Gruppenergebnis stieg auf CHF 7,5 Mio.
| in TCHF | +/− in % | 2025/26 | 2024/25 | 2023/24 | 2022/23 | 2021/22 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bruttoumsatz | 0,2% | 125 893 | 125 596 | 117 629 | 122 255 | 131 291 |
| Erlösminderungen | 20,4% | −2 066 | −1 716 | −1 517 | −1 668 | −1 727 |
| Nettoumsatz | 0,0% | 123 827 | 123 880 | 116 112 | 120 587 | 129 564 |
| Warenaufwand | 5,7% | 16 245 | 15 362 | 13 748 | 13 275 | 11 504 |
| Personalaufwand | 2,3% | 49 491 | 48 358 | 47 277 | 46 316 | 43 010 |
| Betriebs- und Finanzerfolg | 41,5% | 47 643 | 33 667 | 31 103 | 32 956 | 31 214 |
|
Betriebsergebnis vor Abschreibungen |
−60,6% | 10 449 | 26 492 | 23 984 | 28 040 | 43 836 |
| In % des Nettoumsatzes | −60,5% | 8,4% | 21,4% | 20,7% | 23,3% | 33,8% |
| Cashflow1 | −26,9% | 17 630 | 24 107 | 20 817 | 25 578 | 43 391 |
| In % des Netto-Umsatzes | −26,8% | 14,2% | 19,5% | 17,9% | 21,2% | 33,5% |
| In % des Gesamtkapitals | −24,1% | 6,3% | 8,4% | 8,0% | 10,8% | 17,7% |
| In % des Eigenkapitals | −29,3% | 16,9% | 24,0% | 20,7% | 26,0% | 44,8% |
| Gruppenergebnis | 233,9% | 7 483 | 2 241 | 2 927 | 2 483 | 21 686 |
| Eigenkapital | 3,4% | 104 012 | 100 568 | 100 334 | 98 353 | 96 910 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 35,9% | 70 450 | 51 826 | 42 397 | 42 081 | 43 517 |
| Langfristiges Fremdkapital | −23,9% | 103 655 | 136 192 | 117 316 | 97 090 | 104 458 |
| Gesamtkapital | −3,6% | 278 117 | 288 586 | 260 048 | 237 524 | 244 885 |
| Brutto-Investitionen Baurechnung | −67,8% | 16 706 | 51 882 | 44 857 | 14 330 | 68 782 |
| Anschaffungswert Baurechnung | −61,8% | 225 312 | 589 960 | 540 925 | 521 941 | 508 708 |
| Buchwert Baurechnung | −55,9% | 103 081 | 233 754 | 205 153 | 178 552 | 180 469 |
| In % der Baurechnung | 45,8% | 39,6% | 37,9% | 34,2% | 35,5% | |
| Anzahl Ersteintritte | 0,1% | 1 093 061 | 1 092 191 | 1 028 134 | 1 015 581 | 1 138 607 |
¹ Reingewinn + Abschreibungen + latente Steuern

Lagebericht zum Geschäftsjahr 2025/26
LAAX ist mehr als ein Ort.
LAAX ist ein Lebensgefühl.
Unsere Gäste suchen nicht nur eine Bergbahnfahrt, ein Zimmer, ein Essen oder einen Tag im Schnee. Sie suchen Freiheit, Bewegung, Natur, Design, Gemeinschaft und diesen besonderen Spirit, der LAAX ausmacht. Dieses Lebensgefühl ist unser Kern. Daran richten wir unsere Arbeit aus.
Das Wirtschaftsjahr 2025/26 stand im Zeichen von Fokus. Nach einem intensiven Jahr des Wandels haben wir die neue Struktur weiter gefestigt, Prozesse geschärft und die Organisation klar auf ihre Kernaufgaben ausgerichtet. Dieser Weg wird weitergeführt. Standardisierung, Digitalisierung und der gezielte Einsatz von KI helfen uns, einfacher, schneller und wirkungsvoller zu arbeiten.
Markt, Wetter und Leistung
Der Reisemarkt verändert sich. Geopolitische Unsicherheiten, wirtschaftliche Zurückhaltung und das Bedürfnis nach sicheren, verlässlichen Destinationen prägen das Reiseverhalten. Für die Schweiz und den Bergtourismus ergeben sich daraus Chancen.
Das Wetter bleibt Teil unseres Geschäfts. Es ist, wie es ist. In einem Jahr spielt alles mit, im nächsten weniger.
Entscheidend ist, wie wir damit umgehen.
Trotz schwacher natürlicher Niederschläge zu Beginn des Winters konnten wir sehr gute Pistenbedingungen schaffen. Das zeigt die Stärke unserer Infrastruktur und unserer Teams.
Die Zahlen zeigen, wo wir stehen. Die Bergbahnen blieben mit 1’093’061 Ersteintritten (Winter: 936’405 (85 Prozent) Sommer: 156’656 (15 Prozent)) praktisch auf Vorjahresniveau. In der Gastronomie lagen die Einzelbestellungen mit 914’795 rund 3.3 Prozent unter Vorjahr, der F&B Umsatz mit CHF 28.4 Mio. rund 1.6 Prozent tiefer. Der Umsatz pro Bestellung blieb mit CHF 31.– stabil. Im Logement konnten die verkauften Zimmer dank zwei neuen Häusern im Rocks Resort auf 66’134 gesteigert werden.
Ein wesentliches Ereignis im Berichtsjahr war die Transaktion der Berginfrastruktur an die FIAG, Finanz Infra AG. Die Anlagen werden neu durch die Weisse Arena Bergbahnen AG gleichzeitig gepachtet.
Damit wurde die Struktur zwischen Infrastruktur, Finanzierung und Betrieb klarer getrennt. Für die Weisse Arena Gruppe bedeutet dies mehr Transparenz, aber auch eine veränderte Kostenstruktur. Die operative Leistung muss deshalb künftig noch stärker auf Auslastung, Produktivität und Ergebnis ausgerichtet werden.
Operative Entwicklung
Alle Sparten innerhalb der Gruppe konnten liefern.
Die Bergbahnen bleiben das Rückgrat des Gästeerlebnisses und der zentrale Frequenzbringer. Im Logement konnten wir durch zusätzliche Kapazitäten mehr Gäste beherbergen und mehr Wertschöpfung in der Destination halten.
In der Gastronomie waren wir vor allem am Berg erfolgreich durch den Winter unterwegs.
Gleichzeitig ist klar, dass Wachstum nicht automatisch entsteht. Angebot, Öffnungszeiten und Ressourcen müssen stärker auf Frequenz, Nachfrage und Ergebnis ausgerichtet werden. Es geht nicht darum, möglichst viel zu machen. Es geht darum, das Richtige richtig gut zu machen.
Organisation und Führung
Die neue Organisation ist installiert und beginnt, als Gesamtsystem zu wirken. Wir führen die Gruppe als Netzwerkorganisation weiter. Das bedeutet weniger Silodenken, mehr Verantwortung und klarere Entscheidungen.
Jede Gesellschaft wird durchleuchtet und dort optimiert, wo Strukturen, Prozesse oder Aufgaben nicht mehr zur heutigen Realität passen. Der Wandel ist kein Papierprojekt. Er findet im Alltag statt, in Rollen, Prozessen, Budgets, Sitzungen und Entscheidungen. Führung bedeutet in dieser Phase, Orientierung zu geben, Prioritäten zu setzen und Reibung zu reduzieren.
Bestellungs- und Auftragslage
Die Bestellungs- und Auftragslage ist im Tourismus stark vom kurzfristigen Buchungs- und Konsumverhalten geprägt. Der Vorverkauf der Abonnemente bleibt ein wichtiger Indikator für die Nachfrage, die Kundenbindung und das Vertrauen in die Destination.
Die Entwicklung zeigt, dass LAAX weiterhin über eine starke Stammkundschaft und eine hohe Markenbindung verfügt. Gleichzeitig bestätigen die kurzfristigeren Entscheidungszyklen der Gäste, dass Preis, Wetter, Schneelage und Erlebnisqualität noch stärker zusammenspielen. Für die Gruppe bleibt deshalb zentral, den Vorverkauf aktiv zu bearbeiten, Angebote klar zu positionieren und die Wertschöpfung pro Gast weiter zu erhöhen.
Forschung, Entwicklung und Innovation
Klassische Forschung und Entwicklung wird innerhalb der Weissen Arena Gruppe nicht im industriellen Sinn betrieben. Innovation findet bei uns direkt im Betrieb statt. Sie zeigt sich in der Weiterentwicklung von Infrastruktur, digitalen Lösungen, Prozessen, Gästenutzen und Arbeitsformen.
Der gezielte Einsatz von KI wird dabei wichtiger. KI soll helfen, Abläufe zu vereinfachen, Daten besser nutzbar zu machen und repetitive Tätigkeiten zu reduzieren. Entscheidend bleibt je-doch, dass Technologie kein Selbstzweck ist. Sie muss unseren Mitarbeitenden helfen, bessere Arbeit zu leisten, und unseren Gästen ein einfacheres, persönlicheres und stärkeres LAAX-Erlebnis ermöglichen.
Investitionen, Projekte und aussergewöhnliche Ereignisse
Mit der Erneuerung der Gondelbahn Masegn – Fuorcla – Vorab konnte ein wichtiges Infrastrukturprojekt zeit- und budgetgerecht umgesetzt werden. Der FlemX hat sich im normalen Betrieb etabliert und zeigt, wie LAAX Mobilität, Technologie und Gästeerlebnis neu denkt.
Diese Projekte sind mehr als Anlagen. Sie schaffen Zugang, Komfort, Bewegung und Erlebnis. Damit sind sie Teil des LAAX Lebensgefühls.
Ein wesentliches aussergewöhnliches Ereignis im Berichts-jahr war die Transaktion mit der Finanz Infra AG. Die entsprechenden Anlagen wurden übertragen und werden neu durch die operativen Gesellschaften gepachtet. Damit wurde ein wichtiger struktureller Schritt in der Finanzierung und Bewirtschaftung der Infrastruktur umgesetzt.
Risikobeurteilung
Der Verwaltungsrat hat im Geschäftsjahr eine Risikobeurteilung durchgeführt. Wesentliche Risiken bestehen insbesondere in klimatischen Unsicherheiten, Nachfrageschwankungen, Kostenentwicklungen und operativen Abhängigkeiten einzelner Infrastrukturprojekte.
Die klimatischen Bedingungen bleiben ein zentrales Risiko für den alpinen Tourismus. Darauf reagieren wir mit leistungsfähiger Infrastruktur, operativer Erfahrung und einer gezielten Weiterentwicklung unseres Angebots.
Gleichzeitig nutzen wir Chancen. Mit der Internationalisierungsstrategie in Zusammenarbeit mit dem Flims Laax Falera Management wollen wir neue Gästegruppen für die Region gewinnen. Zudem zeigt die aktive Bearbeitung der Geschäftskunden in der Nebensaison Wirkung.
Unser Ziel ist klar. Wir wollen weniger Abhängigkeit von einzelnen Spitzenzeiten, mehr Auslastung über das Jahr und bessere Wertschöpfung pro Gast.
Ausblick
Für das kommende Jahr gilt Fokus, Fokus, Fokus.
Wir müssen noch klarer verstehen, welches Bedürfnis wir unseren Gästen wirklich erfüllen. Denn am Ende verkaufen wir nicht nur Tickets, Zimmer oder Essen. Wir schaffen Erlebnisse, die bleiben. Wir schaffen Verbindung zur Region, zum Berg und zu den Menschen.
Genau daraus entsteht LAAX.
Unser Anspruch ist klar. Wir wollen die Weisse Arena Gruppe wirtschaftlich stärken, operativ vereinfachen und die Wertschöpfung pro Gast erhöhen. Dazu müssen wir Angebote, Öffnungszeiten, Investitionen und Ressourcen noch stärker auf Nachfrage, Marge und Erlebnisqualität ausrichten.
Alles, was diesem Ziel dient, treiben wir voran. Alles andere stellen wir in Frage.
LAAX ist ein Lebensgefühl. Dieses Lebensgefühl zu schützen, weiterzuentwickeln und wirtschaftlich erfolgreich zu machen, ist unser Auftrag.
Für das Management
Haempa Maissen